Mittwoch, 18. November 2015

Battlefront: Atmosphäre zieht in Multiplayer ein


Wie ihr wissen solltet, bin ich kein großer Multiplayer-Fan. In der Regel liegt das letztendlich nur an der Zeit, die investiert werden muss, um in solchen Spielen zu wachsen. Die habe ich heute nicht mehr. Es gibt da draußen viele Kids, die sich täglich in der Schule die Beine in den Arsch sitzen, nur um nach dem Klingeln schnellstmöglich nach Hause zu flitzen, um sich in herausfordernde Schlachten zu stürzen. Hier gibt es keine Probleme mit der KI, hier beweist man sich gegen echte Menschen und meist bin ich dafür zu faul, zu schlecht, zu desinteressiert. Demzufolge ist meine Bewertung von Star Wars: Battlefront mit Vorsicht zu genießen.

Was ich jedoch weiß ist, dass ich gestern 5 Stunden am Stück mit den Spielmodi verbracht habe und insgesamt zum 9. Rang aufgestiegen bin (zur Orientierung: ab dem 13. Rang bekommt man das Jetpack). Meine größte Bewunderung - die ich auch während der Beta hatte - ist, dass Battlefront einen überwältigenden Fokus auf die Inszenierung und die Atmosphäre setzt, eine Kompontene, die in Multiplayer-Spielen meist vernachlässigt wird. Ich persönlich komme aus einer Zeit, in der die Texturen in Counterstrike oder Quake 3 Arena ausgeschaltet wurden, um die Gegner besser sehen zu können. Dass ein derartiges Actionkino in ein Multiplayerspiel einzieht, ist mir persönlich neu.

Selbstredend leidet nicht das Gameplay darunter, sondern die Präzision und die Übersicht. Es gibt Spielmodi mit bis zu 20/20 Spielern, die ein waschechtes Kriegsgebiet darstellen, in denen der gewählte Protagonist öfter ins Gras beißt als man "Die Macht ist mit dir!" sagen kann. Das ist wahrscheinlich der Zwiespalt, den jeder Käufer mit sich vereinbahren muss. eSport-Kandidat ist Battlefront sicherlich nicht, aber bisher hatte ich in keinem Multiplayerspiel meines Lebens ein derartiges "Mittendrin"-Gefühl, als Star Wars-Fan sowieso.

Ich werde heute Abend erneut streamen und mich weiter leveln, um neue Waffen und Gadgets freizuschalten. Angetan hat es mir hauptsächlich der Flugmodus. Als Fan alter PC-Flugspiele wie Wing Commander, X-Wing und Terminal Velocity, sowie den N64-Ablegern Shadows Of The Empire und Rogue Squadron, ist das für mich ein Hochgenuss. Jeder, der als Kind die Star Wars Filme gesehen hat, hat sich gewünscht mit einem X-Wing in ferne Schlachten zu fliegen, mit einem Speeder-Bike durch Endor zu rasen oder mit einem Lichtschwert Laserschüsse abzuwehren. Star Wars: Battlefront in Kombination mit der Technik der aktuellen Konsolengeneration erfüllt mir diesen Wunsch in einer atmosphärischen Dichte, die ich bisher in keinem Singleplayer-Spiel erlebte.

Fertig, ich habe!

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