Dienstag, 7. Februar 2017

5 Horror-Remakes, die ich mir in VR wünsche!



Bereits Ende 2016 bin ich vielen aufgrund meiner VR-Begeisterung womöglich aufs metaphorische Skrotum gestiegen, aber meine Begeisterung ist auch im Januar 2017 nicht zu bändigen. Der Grund obliegt unverkennbar meiner Liebe zu Resident Evil 7, welches am 24.01. eine Jahresexklusivität mit Playstation VR einging. Mit dem mehrfachen Durchspielen dieses Titels habe ich nun den ersten Langzeittest hinter mir und bin überzeugter denn je, dass die virtuelle Realität auch für mehrstündige Abenteuer verwendet werden kann. Ein Aspekt lässt mich jedoch fragend zurück: Wo bleibt der branchenübliche Remake-Wahn? Erinnert ihr euch noch an das Line-Up zum Release des 3DS? Damals fanden sich die Titel Street Fighter IV – 3D Edition, Metal Gear Solid – Sneake Eater 3D, The Legend Of Zelda: Ocarina Of Time 3D und (mein Favorit vong Namen her) Star Fox 64 3D in den Regalen. Wo der 3D-Effekt des 3DS als Gimmick schnell den Sinn versagte, sehe ich in VR absolut keine Hürde, um mir alte Klassiker erneut auf die Netzhaut zu binden. Ein weiterer Vorteil bestünde sogar im grafischen Defizit dieser Technik, um den VR-Effekt ohne große Umstellungen zu gewährleiten. Spiele der 6. oder 7. Konsolengeneration sind doch geradezu prädestiniert, um in VR abgebildet zu werden. Normalerweise bin ich ja kein Freund von Wunschkonzerten und Forderungen an die Entwicklerstudios dieser Welt, aber heute mache ich mal eine Ausnahme, indem ich euch 5 Horror-Remakes präsentiere, welche ich gerne in VR neu erleben würde.




Beschlagnahmter Titel [X360, PC | 2005]

Ende 2015 erschien besagtes „du weißt schon welches“ zum Launch der Xbox 360. Unter den Einflüssen der Filme Sieben und Das Schweigen der Lämmer, steuert ihr Ethan Thomas, einen zu Unrecht beschuldigten Detektive durch finstere Gassen und Gemäuer, auf der Suche nach einem Killer, der es schaffte ihm zwei Morde anzuhängen. Mit der Polizei im Nacken und diversen Gadgets im Gepäck, verpackt sich besagter Titel in einem Gewand aus Action-Thriller und Survival-Horror. Die Spielmechanik offenbarte spannende Nahkämpfe und Adventure-Elemente, gebettet in eine Atmosphäre von der Fans noch heute träumen. Am 8. Februar 2006 wurde dieser Klassiker leider in Deutschland beschlagnahmt. Ein VR-Remake wäre also die perfekte Gelegenheit, um das Spiel erneut zu prüfen und es der deutschen Community endlich zugänglich zu machen. Ich stelle es mir jedenfalls gruselig-himmlisch vor.




Amnesia: The Dark Descent [PC, PS4 | 2010]

Amnesia: The Dark Descent läutete einst eine neue Indie-Welle der Horror-Games ein, dessen Vorväter sich über Jahre in den Schatten der Belanglosigkeit geschlichen hatten. Ein Protagonist ohne Gedächtnis, ein altes Gemäuer und die Aufgabe die Umgebung stets beleuchtet zu halten, um nicht den Verstand zu verlieren, setzten neue Maßstäbe des ausgeliefert seins in Horrorspielen. Dazu gesellten sich unbekannte Gefahren, Stealth-Elemente, um nicht von gruseligen Monstern gerichtet zu werden, und eine spannende Geschichte, die sich im Spielverlauf offenbarte. Auch hier bietet es sich an Türen langsam zu öffnen und mit realer Kopfbewegung um Ecken zu späten, was ausgezeichnet mit VR funktionieren würde! Und wenn man schon mal dabei ist, kann der zweite Teil auch gleich mitportiert werden!




Echo Night Beyond [PS2 | 2004]

Horror im Weltraum steht bei mir ohnehin ganz groß im Kurs, weil nicht nur die unmittelbare Gefahr für Beklemmung sorgt, sondern der Weltraum selbst zum übergeordneten Käfig wird. Im Fall von Echo Night Beyond stürzt Richard Osmond während eines Shuttleflugs zum Mond in eine nähergelege Raumstation, wo er sich isoliert auf die Suche nach seiner Verlobten Claudia macht. Vor Ort muss nicht nur ein Weg durch die verschlossenen Korridore gefunden, sondern sich ebenso mit dutzenden von Geisterwesen arrangiert werden, welche die Station bewohnen. Diese sind teils freundlich, teils feindlich. Die karge Atmosphäre unter den schweren Atemgeräuschen des Raumanzugs, den hallenden Schritten auf dem kalten Metallboden und dem Geheule der herumirrenden Seelen, ist bis heute ziemlich durchdringend. Gerade mit VR und 3D-Sound stelle ich mir die Kopfbewegung hinter einem beschlagenen Raumfahrthelm geradezu erdrückend vor.




Call Of Cthulhu: Dark Corners Of The Earth [Xbox, PC | 2005]

Obwohl ich weder zu den Büchern, noch zu den Rollenspielen des Lovecraft-Universums einen Bezug habe, konnte mich Call Of Cthulhu: Dark Corners Of The Earth seinerzeit durchaus fesseln. Als Privatschnüffler in den 20ern, begibt sich Jack Walters in das abgelegene Fisherdorf Innsmouth, um eine vermisste Person zu finden. Dort angekommen muss er ziemlich schnell am eigenen Leib erfahren, dass die dortigen Bewohner ihm nicht nur feindlich gesonnen sind, sondern ein schauriges Geheimnis im Verborgenen halten wollen. Auf eigene Faust nimmt es Jack mit dem Kult auf. Entsprechend der Werke von Lovecraft, zeigt sich Dark Corners Of The Earth in traditionell-klassischem Grusel, und obwohl es Schusswaffen nicht abgeneigt ist, steht dennoch die ständige Bedrohung fest im Vordergrund. Ebenso ist der psychische Wahnsinn von Jack entsprechend fester Bestandteil der Spielmechanik, welche den Spieler dazu zwingt sich mit Medizin und Beruhigungsmitteln um dessen Wohlbefinden zu kümmern. Eine Horror-Perle, die zu Unrecht vergessen wurde und die durch VR in neuem Glanz erstrahlen könnte.




House Of The Dead [Div. | 1996 - 2009]

Es muss ja nicht immer atmosphärisch sein! Until Dawn: Rush Of Blood hat gezeigt, dass Railgun-Shooter auch heute noch eine Menge Spaß machen können. Was läge also näher als das Horror-Urgestein dieses Genres erneut für VR zu konzipieren. Die House Of The Dead-Reihe besteht aus absoluten Arcade-Klassikern, die innerhalb von 13 Jahren diverse Spiele hervorbrachte. Von unterschiedlichen Locations, Bosskämpfen mit Schwachpunkten, einer Reihe von Waffen und leichte Interaktionen mit der Umgebung, bot diese Reihe stets alles, was für eine freudige Ballerei vonnöten ist. Gezielte Kopfschüsse, abgestimmtes Nachladen, das Sammeln von Items und vieles mehr zeugt vom Potential dieses Genres und des Franchise. Bitte SEGA, mach das!

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